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Weinbau in Hohen-Sülzen

Im ersten vorhandenen Dokument über unseren Ort aus dem Jahr 766 wird schon der Weinbau erwähnt. Ucbertus schenkt dem Kloster Lorsch Ackerland und einen Weinberg. Vermutlich gab es schon hunderte Jahre vorher, während der Römerzeit Weinbau.

In der Flur »Weil« befand sich bis in das 4. Jahrhundert, möglicherweise auch noch danach, eine Villa Rustika. Nahe der Römerstraße von Speyer nach Worms gab es diese kleine römische Siedlung, das ist durch einige Funde belegt. Die Mutmaßung, es habe an gleicher Stelle ein Mönchskloster »Auf der Weil« mit großen Weinanbauflächen im 16. Jahrhundert gegeben, hält sich seit Generationen im Ort. Bei GF Gropp gibt es den einzigen unsicheren Hinweis darauf, der ist aber weder durch Urkunden, noch durch andere Literatur und Funde bestätigt.

Der Weinbau in unserem Dorf soll im 16. Jahrhundert durch zwei vorhandene Klöster zu besonderer Blüte gebracht worden sein. Die Weinanbauflächen mussten aber wegen immer wiederkehrender schwerer Fröste auf Südlagen verlegt werden.
Traditionell wurde Wein in Holzfässern gelagert, transportiert und gehandelt. Erst in den 1930er Jahren gab es Flaschenwein im Ort. Die ersten Abfüller waren die Weingüter Nettelbeck und Duft. Während der Weinpatenschaft mit Viernheim 1936 wurde bereits ein Großteil des Weins in Flaschen verkauft.

14 Hektar Weinberge gab es 1906.
1925 beträgt die Weinanbaufläche unseres Dorfes ca. 16 Hektar. Der durchschnittliche Ertrag beträgt 300 Hektoliter Weiß- und 40 Hektoliter Rotwein. Die Hälfte des Ertrags wird als Maische nach auswärts verkauft.
Die Rebenerziehung erfolgte niedrig an Draht.

Die Lagen für Weißwein heißen im Ort »Geißenberg«, »Sonnberg«, »Taubertspfad«, »Zerrweg«, »Mittelweg«, »Kirchenstück«, »Grübelsteinchen« und »Mußkopf«.
Die Lagen für Rotwein heißen »Hasenloch«, »Grund« und »Auf dem Sand«.
Die Traubensorten sind zu je 40% Östreicher und Riesling, 14% Portugieser, ansonsten Traminer und Ruländer.

Bei einer Weinprobe im Jahr 1926 wurden neben verschiedenen Weinen der Region 1921er Hohensülzer Zerrweg und 1925er Hohensülzer Grund ausgeschenkt.
»Sonnenberg«, »Zellerweg«, »Geisberg«, »Kirchenstück« und »Alte Hohl« werden Weinlagen 1953 im Ort benannt.

Im 20ten Jahrhundert gab es im Ort neben einigen Vollerwerbswinzern eine Reihe von Nebenerwerbsweinbauern, die ebenfalls Flaschenwein produzierten. Andere brachten die Lese in die Winzergenossenschaft der Verbandsgemeinde (VG) Monsheim ein.

Im Jahr 2015 gab es noch 7 Vollerwerbswinzer im Ort, die eine Weinbaufläche von insgesamt 160 Hektar bewirtschafteten.
Die heutigen Weinlagen heißen »Kirchenstück«, »Domblick« und »Sonnenberg«.

Stand 03/2016 | Klaus Nasterlack


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